Forum Altenarbeit Bad Neuenahr-

Ahrweiler feiert 20jähriges Bestehen

Aufgaben der Altenarbeit werden in Zukunft

noch wichtiger werden

19.9.2019 | Das Forum Altenarbeit besteht seit nunmehr 20 Jahren. Aus diesem Anlass hatte das Netzwerk in der vergangenen Woche zu einer Veranstaltung in das Mehrgenerationenhaus eingeladen, die sich mit dem Thema „Nachbarschaft im Alter“ beschäftigte. Das Organisationsteam des Forums Altenarbeit, im Hintergrund Bürgermeister Guido Orthen. Nach der Begrüßung der Gäste durch Pfarrer Friedemann Bach von der evangelischen Kirchengemeinde in der Kreisstadt, sprach Bürgermeister Guido Orthen dem Forum Altenarbeit seine Glückwünsche zum Jubiläum aus. Es ist nach seinen Worten nicht selbstverständlich, dass eine Organisation wie das Forum Altenarbeit so lange Bestand hat. Umso erfreulicher ist es, wenn die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann, denn die Probleme sind in den vergangenen Jahren nicht geringer geworden. Angesichts der demografischen Entwicklung in einer älter werdenden Gesellschaft werden die Fragen, wie die Seniorinnen und Senioren ein würdiges und selbstbestimmtes Leben führen können, noch zunehmende Bedeutung gewinnen. Dies gilt ganz besonders für die Stadt Bad Neuenahr- Ahrweiler, die als Alterssitz immer beliebter wird. Im Anschluss an das Grußwort von Bürgermeister Guido Orthen stellte Cornelia Brodeßer, Seniorenbeauftragte der Verkehrswacht, das neue Logo des Forums Altenarbeit vor. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Klasse 10b der Erich- Kästner-Realschule plus. Annette Scholl von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros berichtete von der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften — engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz“. Dann folgte der Hauptpunkt der Veranstaltung. Annette Scholl, Referentin bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V., sprach zum Thema „Neue Nachbarschaften im Alter“. Sie berichtete von vielfältigen Initiativen in Rheinland- Pfalz, neue Netzwerke, Nachbarschaften und Bürgergemeinschaften ins Leben zu rufen, die alle das Ziel verfolgen, älteren Menschen gegenseitige Hilfen im Alltag anzubieten. Das Eingebundensein in eine Gemeinschaft ist gerade für Ältere besonders wichtig, nicht zuletzt um dem Gefühl der Vereinsamung entgegen- zutreten. Derzeit gibt es mehr als 160 Projekte im Land, die organisatorisch von losen Gruppierungen bis hin zu Vereinen und Genossenschaften reichen. Nachhaltig unterstützt werden die Nachbarschaftsprojekte von der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften — engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz“, die vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Zusammenarbeit mit der Landesleitstelle „Gut leben im Alter“ gefördert wird. Die Aktivitäten der Landesinitiative reichen dabei von Veranstaltungen, der Veröffentlichung von Dokumentationen und Rundbriefen bis zur Projektberatung und Öffentlichkeits- arbeit. Fachlich umgesetzt und begleitet werden die Projekte von der Bundes- arbeitsgemeinschaft Seniorenbüros, die mit vielfältigen Angeboten dafür sorgt, dass nachbarschaftliche Initiativen Unterstützung, gegenseitigen Austausch und neue Impulse erhalten. Bei der Veranstaltung zum 20jährigen Bestehen des Forums Altenarbeit ging es nicht nur um sachliche Information, auch für die Unterhaltung der Gäste war gesorgt. Die Wortwerker der LiterAHRischen Gesellschaft e.V. rezitierten Nach- denkliches und Humorvolles aus eigenen Werken. Musikalisch begleitet wurden sie vom Singkreis des Seniorennetzwerks, der bekannte Volkslieder und Schlager dargeboten hat. Der Singkreis des Seniorennetzwerks sorgte für die musikalische Begleitung. Zum Schluss des offiziellen Teils der Veranstaltung „25 Jahre Forum Altenarbeit“ stellte sich eine Nachbarschaftshilfe aus Wöllstein bei Bad Kreuznach vor. Sie nennt sich „Zeitbank Wöllstein“ und organisiert gegenseitige Hilfe bei allen anfallenden Tätigkeiten des Alltags unter dem Motto „was kann ich bieten — was brauche ich“. Verrechnet werden die Arbeiten nach der aufgewendeten Zeit, etwa eine Stunde Rasen mähen ist gleich eine Stunde Kinderbetreuung. Im Anschluss war bei Kaffee, Kuchen und Fingerfood Gelegenheit zum gegen- seitigen Kennenlernen und zum Gedankenaustausch, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Alle am Forum Altenarbeit beteiligten Organisationen, Vereine, Verbände und Beratungsstellen waren zudem mit Informationsständen vertreten und boten den Gästen umfangreiches und vielfältiges Informationsmaterial an. Text und Fotos: Reinhard Rudat veröffentlicht in „Blick Aktuell“, Ausgabe 36/2019 hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors

Forum Altenarbeit Bad

Neuenahr-Ahrweiler feiert

20jähriges Bestehen

Aufgaben der Altenarbeit

werden in Zukunft

noch wichtiger werden

19.9.2019 | Das Forum Altenarbeit besteht seit nunmehr 20 Jahren. Aus diesem Anlass hatte das Netzwerk in der vergangenen Woche zu einer Veranstaltung in das Mehrgenerationenhaus eingeladen, die sich mit dem Thema „Nachbarschaft im Alter“ beschäftigte. Das Organisationsteam des Forums Altenarbeit, im Hintergrund Bürgermeister Guido Orthen. Nach der Begrüßung der Gäste durch Pfarrer Friedemann Bach von der evangelischen Kirchengemeinde in der Kreisstadt, sprach Bürgermeister Guido Orthen dem Forum Altenarbeit seine Glückwünsche zum Jubiläum aus. Es ist nach seinen Worten nicht selbstverständlich, dass eine Organisation wie das Forum Altenarbeit so lange Bestand hat. Umso erfreulicher ist es, wenn die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann, denn die Probleme sind in den vergangenen Jahren nicht geringer geworden. Angesichts der demografischen Entwicklung in einer älter werdenden Gesellschaft werden die Fragen, wie die Seniorinnen und Senioren ein würdiges und selbstbestimmtes Leben führen können, noch zunehmende Bedeutung gewinnen. Dies gilt ganz besonders für die Stadt Bad Neuenahr- Ahrweiler, die als Alterssitz immer beliebter wird. Im Anschluss an das Grußwort von Bürger- meister Guido Orthen stellte Cornelia Brodeßer, Seniorenbeauftragte der Verkehrs- wacht, das neue Logo des Forums Alten- arbeit vor. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Klasse 10b der Erich-Kästner- Realschule plus. Annette Scholl von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros berichtete von der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften — engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz“. Dann folgte der Hauptpunkt der Veranstaltung. Annette Scholl, Referentin bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren- büros e.V., sprach zum Thema „Neue Nachbarschaften im Alter“. Sie berichtete von vielfältigen Initiativen in Rheinland-Pfalz, neue Netzwerke, Nachbarschaften und Bürgergemeinschaften ins Leben zu rufen, die alle das Ziel verfolgen, älteren Menschen gegenseitige Hilfen im Alltag anzubieten. Das Eingebundensein in eine Gemeinschaft ist gerade für Ältere besonders wichtig, nicht zuletzt um dem Gefühl der Vereinsamung entgegenzutreten. Derzeit gibt es mehr als 160 Projekte im Land, die organisatorisch von losen Gruppierungen bis hin zu Vereinen und Genossenschaften reichen. Nachhaltig unterstützt werden die Nachbar- schaftsprojekte von der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften — engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz“, die vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Zusammen- arbeit mit der Landesleitstelle „Gut leben im Alter“ gefördert wird. Die Aktivitäten der Landesinitiative reichen dabei von Veranstaltungen, der Veröffentlichung von Dokumentationen und Rundbriefen bis zur Projektberatung und Öffentlichkeitsarbeit. Fachlich umgesetzt und begleitet werden die Projekte von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros, die mit vielfältigen Angeboten dafür sorgt, dass nachbarschaft- liche Initiativen Unterstützung, gegenseitigen Austausch und neue Impulse erhalten. Bei der Veranstaltung zum 20jährigen Bestehen des Forums Altenarbeit ging es nicht nur um sachliche Information, auch für die Unterhaltung der Gäste war gesorgt. Die Wortwerker der LiterAHRischen Gesellschaft e.V. rezitierten Nachdenkliches und Humor- volles aus eigenen Werken. Musikalisch begleitet wurden sie vom Singkreis des Seniorennetzwerks, der bekannte Volkslieder und Schlager dargeboten hat. Der Singkreis des Seniorennetzwerks sorgte für die musikalische Begleitung. Zum Schluss des offiziellen Teils der Veranstaltung „25 Jahre Forum Altenarbeit“ stellte sich eine Nachbarschaftshilfe aus Wöllstein bei Bad Kreuznach vor. Sie nennt sich „Zeitbank Wöllstein“ und organisiert gegenseitige Hilfe bei allen anfallenden Tätigkeiten des Alltags unter dem Motto „was kann ich bieten — was brauche ich“. Verrechnet werden die Arbeiten nach der aufgewendeten Zeit, etwa eine Stunde Rasen mähen ist gleich eine Stunde Kinder- betreuung. Im Anschluss war bei Kaffee, Kuchen und Fingerfood Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Gedankenaustausch, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Alle am Forum Altenarbeit beteiligten Organisationen, Vereine, Verbände und Beratungsstellen waren zudem mit Informationsständen vertreten und boten den Gästen umfangreiches und vielfältiges Informationsmaterial an. Text und Fotos: Reinhard Rudat veröffentlicht in „Blick Aktuell“, Ausgabe 36/2019 hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors