Mit den Rollator

sicher über Stock und Bordstein

Rollatortraining gibt älteren Menschen Sicherheit

zu Hause und im Straßenverkehr

30.10.2015  |  Zum dreiteiligen kostenlosen „Rollator Training“ hatten der Pflege- stützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler, das Projekt „Älterwerden in der Grafschaft mitgestalten“ und die BeKo Ehrenamt, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., ins Katholische Pfarrheim nach Gelsdorf geladen. Scheinbar unüberwindbare Hürden können mit der richtigen Technik genommen werden. Rollatoren helfen, mobil zu bleiben. Allerdings sollte man ein solches Gerät auch richtig bedienen, um sich vor Unfällen zu schützen. Schließlich ist eine solche Geh- hilfe auch ein Fahrzeug, das wegrutschen und kippen kann oder zu Hause an der umgeschlagenen Teppichkante hängen bleibt. Rollator-Nutzer, Angehörige, Ehren- amtliche in der Seniorenarbeit, Pflegekräfte und Interessierte machten sich in Gelsdorf kundig. Cornelia Brodeßer von der Verkehrswacht Ahrweiler e.V. informierte, worauf es beim Kauf eines Rollators ankommt, welches Zubehör sinnvoll bzw. überflüssig ist und was bei Pflege und Service des Gerätes zu beachten ist. Der richtige Umgang mit einem Rollator setzt eben eine gründliche, alltagstaugliche Einführung und ein gewissenhaftes Training voraus. Mit dem richtigen Know-how lässt sich der Rollator kinderleicht fahren, sind Tücken problemlos zu bewältigen. Im gemeinsamen Training erlernten Neueinsteiger die richtige Handhabung, vertieften Rollator-Profis ihr Wissen und Können. Cornelia Brodeßer übte mit der Gruppe, wie man Räder und Bremsen optimal einsetzt, sicher nutzt und Hürden und Hindernisse leichter bewältigt. Und ab die Post, aber Bordstein und Straßenrinne nicht vergessen. Bei schönstem Herbstwetter konnte der praktische Teil am zweiten Trainingstag im Freien absolviert werden. Dort wurde geübt, wie Bordsteine, Stufen und andere Hindernisse gemeistert werden können. Beim Training lernten die Teilnehmer ebenso, dass eine richtig eingestellte Griffhöhe vor einem gebeugten Gang und damit auch vor Rückenschmerz schützt. Mit einem auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellten Fahrzeug fühlen sich die Nutzer insgesamt sicherer und werden mobiler. „Ich habe viel gelernt. Dass der Rollator auch Handbremsen hat, habe ich nicht gewusst. Bisher hatte mich niemand darauf hingewiesen“: Wie dieser Teilnehmerin ging es auch den anderen, die durch mehr Rollator-Sicherheit ein Stück Lebensqualität hinzugewonnen haben.